Friday, March 18. 2005
Sie wollen weg, die Eliten von morgen, weg aus Deutschland, denn hier ist alles scheiße und die Manager von heute sehen sie als
egoistisch, überbezahlt, unqualifiziert, moralisch wenig ínteger und mit veralteten Führungsstilen
Mal abgesehen davon, dass Diplomanden mit ca. zwei Praktika (nicht weniger, sonst ist man nicht
richtige Elite) natürlich voll die qualifizierten Aussagen treffen können, wer hat eigentlich wann diese Elite-Kriterien festgelegt? Ich hab’ da glaub ich irgendwann irgendwas verpasst, denn irgendwie erfüllt es mich mit kaltem Grauen, dass Gestalten wie Redakteure von manager magazin/“Blogger-Bild”:http://www.spiegel.de und ihre Stichwortgeber wie z.B. das
CHE den Begriff unangefochten definieren dürfen.
Ich war damals irgendwie froh, als die meisten der Nach-dem-Vordiplom-gründ-ich-eine-Firma-und-verkauf-die-und-danach-150000-Mark-Einstiegsgehalt-Java-Entwickler-bei-IBM-alles-easy-Raaaraaaraaa-yadda-yadda-yadda-Fasler aus meinem Erstsemester-2000-Jahrgang zum dritten Semester nicht mehr da waren, aber Geschwafel stirbt anscheinend einfach nicht aus. Bitte, bitte, wandert aus. Ich nehm mir auch ein Freisemester und trag Eure Koffer zum Flughafen. Und nehmt die Elite-Schwafler bitte mit.
(via Rebellen ohne Markt, gekürzt gibt’s den Artikel seit heute in der Blogger-Bild)
Nachtrag: Zumindest bei den Wissenschaftlern ist es so, dass die meisten nach einiger Zeit zurück kommen. Angeblich auch, weil man mit Mitarbeitern besser forschen und mehr erreichen kann als mit Grad-Students. Naja, das wird sich auch geben, wenn wir unsere Hochschulen genug elitisiert haben.